Lasikprofile im Detail

Für eine hohe Individualisierung der Laserbehandlung am Lasikzentrum Optivision Oldenburg sind die Messergebnisse der Keratographen, Scheimpflugmessungen und des Wellenfront-Aberromters nach Tschernik eine Voraussetzung.

Die zigtausend Messpunkte werden von Computern validiert, individualisierte topometrischen Karten erstellt, auf deren Grundlage über die einzelnen möglichen Behandlungsprofile entschieden wird.

Unser Know- how unterscheidet das Lasikzentrum Optivision in der Region.

Wellenfrontoptimiertes Laserprofil

Unser High- End Laserprofil, das die ursprüngliche Geometrie der Hornhaut zur Vorlage hat- damit ein verzerrungsarmes Sehen auch bei weiter Pupille (Dämmerung) ermöglicht wird.

Durch die asphärische Abtragung am Rand der Hornhaut unter Bildung einer großen optischen Zone wird dieses möglich- für ein besseres Sehen ohne Brille.

Bei dem Zulassungsverfahren durch die FDA (Food and Drug Administration, USA) wurde  bescheinigt, das hiermit erstmals eine Verbesserung des Kontrastsehens unter kritischen Lichtbedingungen erreicht worden ist.

Altersfehlsichtigkeit

Q- Adjusted Ablation

Die menschliche Hornhaut hat eine Exzentrizität, die angibt, wo der Übergang von der sphärischen (kugeligen) zur asphärischen (ellipsoiden) Geometrie liegt. Unter dieser Voraussetzung werden bei schlechten Lichtbedingungen seitlich durch die Pupille einfallende optische Strahlen zentral auf die Netzhaut gebündelt- verzerrungsarmes Sehen auch bei Dämmerung. Da die optischen Strahlen auch die Linse passieren müssen, werden deren altersbedingte Änderungen der Sphärizität durch Änderung der Exzentrizität auf der Hornhaut ausgeglichen- Anpassung an das altersgerechte Sehen.

Nun wird beim Q- Adjustment durch gezielte Änderung der Exzentrizität der Verlauf der seitlich einfallenden optischen Strahlen so geändert, dass ein Brennpunktschweif auf und vor der Netzhaut liegt. Hiermit sieht das Auge in der Ferner deutlich.

Im zentralen, sphärischen Anteil der Hornhaut wird eine Kurzsichtigkeit für den Lesebereich gelasert- hiermit sieht das Auge bei enger Pupille in der Nähe scharf. Durch ein gewichtetes Normogramm wird das Partnerauge für die Ferne optimiert- das Ergebnis: Kontraststarkes Sehen in der Nähe und Ferne bei beidäugigem Sehen.

Der Effekt: Bei Fernblick und dadurch bedingter Pupillenerweiterung fokussieren die seitlich eintreffenden optischen Strahlen genau auf der Netzhaut, die "Berge" werden scharf gesehen, Bild 2a).

Beim "Lesen" und dadurch bedingter Pupillenverengung werden die seitlich eintreffenden optischen Strahlen geblockt, die zentralen optischen Strahlen relativ stärker gebrochen (mit +1,5dpt.)- die eingearbeitete Kurzsichtigkeit ist im Nahbereich voll zu nutzen ohne Überlagerung von störenden Bildeindrücken, Bild 2b).

Anwendung:
Bei jungen und mittelalter Presbyopie- Altersfehlichtigkeit, also vom 45. bis zum etwa 62 Lebensjahr. Besonders geeignet sind Berufsgruppen, bei denen das Tragen einer Lesebrille zwischendurch sehr hinderlich ist, beispielsweise Elektriker, KFZ-Mechaniker. Die Zufriedenheit ist sehr hoch, kleinere Einschränkungen im räumlichen Seheindruck müssen aber toleriert werden.

Topographiegesteuerte Lasik: T- CAT

Unregelmäßigkeiten auf der Vorderfläche der Hornhaut machen sich durch ein Verzerrtsehen bemerkbar. Solche Aberrationen werden durch das Tragen einer Brille teilweise kompensiert- sie fließen in die Korrekturwerte ein. Durch die mit Topographen und Oculizer ermittelten Messdaten- Saggitalradien, Tangentialradien und Höhenprofile- werden Umregelmäßigkeiten sichtbar gemacht. Durch Vergleich mit einem idealen optischen Profil und aufgerechnet auf den  wellenfrontoptierten Grundalgorithmus können solche Asymmetrien mit dem Wavelight® Laser korrigiert werden- ein besseren Kontrastsehen ist der Gewinn.

Besonders unregelmäßige oder sehr hohe Astigmatismen- Hornhautkrümmungswerte- können so selektiv behandelt werden und zu einem besseren optischen Ergebnis führen als mit einer Brille möglich. T- CAT, für ein besseres Sehen ohne Brille.

Wellenfrontgeführtes Profil

Die  „Aberrometrie customized Ablation Treatment- (A-CAT)“ hat die im Wellenfront- Analyzer ermittelten Gesamtverzerrungen des Augen zur Grundlage der Behandlung- einerlei, wo die Verzerrungen herrühren- Hornhaut, Linse oder das Augeninnere.

Messtechnisch anspruchsvoll und von der Fixationsweite abhängig, wird die Wellenfrontmessung für die Analyze von Sehproblemen verwendet. Als Erstbehandlung bei Lasik findet sie nur ausnahmsweise Anwendung.

Bild 1)
Optimale Zentrierung für die Wellenfrontmessung.


Bild 2)
Prüfung der Qualität der Messdaten, gegebenenfalls Filterung.


Bild 3)
Eine Auswahl aus mehreren Messungen, hier Darstellung solcher Verzerrungen, die nicht durch eine Brille ausgeglichen werden


Bild 4)
Die 3-D Darstellung macht das Wesen einer Wellenfront anschaulich: Ein Teil des am Augenhintergrund reflektierten Lichts läuft mit 2,61uum voraus (roter Bereich), Teile des Lichtes mit 2,94uum hinterher (hellblauer Bereich). In einem idealen optischen System wäre die Ebene flach.


Bild 5)
Brillenwertmessung (+0.5dpt. - 1.25/88°) und mit Wellenfront ermittelter Sehfehler (+0.01dpt. -0.35dpt./58°) weichen deutlich voneinander ab. Hier ist die Laserbehandlung mit Wellenfront überlegen.


Bild 6)
Alle Formen der Verzerrungen "höherer Ordnung"- C6 bis C22- sind hier numerisch für eine Messung dargestellt.


Bild 7)
In Bildern ausgedrückt, entspräche das Bildern der 3. bis 6. Reihe.


Bild 8)
Alle Verzerrungen des Auges sind in der Wellenfrontmessung berücksichtigt, auch die ungleichmäßige Hornhautgeometrie.