Graue Star Operation- Minimal Invasiv in Kleinstschnitttechnik

Am Tage der OP

Ob nur in Tropfanästhesie, oder in Sedierung, ggf. mit zusätzlichem Kurzschlaf, operiert wird, haben Sie im Vorfeld geklärt. Ggf. hat ihr Hausarzt ein entsprechendes Protokoll ausgefüllt, das Sie am Empfang abgeben.

An den vereinbarten Tagen ist ein Anästhesist an Ihrer Seite, wenn dieses so gewünscht ist. In Einzelfällen plädieren wir hierfür aber auch von uns aus- zu ihrer Sicherheit.

Dass die Grauer Star Operation an der Augentagesklinik Oldenburg so gering komplikationsbehaftet ist, erklärt sich durch:

Die minimal invasive Technik:

2 oder 3 Mikroeinschnitte von 2 und 1 mm Breite, am Übergang zur Hornhaut, werden angelegt, über die die Mikrohäkchen und die Ultraschallhohlnadel eingeführt, die Umhüllung der Linse kreisrund eröffnet, der Inhalt zerstäubt und abgesaugt wird. Nach dem Auffüllen mit einem Gelkissen wird die vorberechnete High Tec Linse, vorgefaltet in einem Einmal-Injektor System, in den Kapselsack verbracht- der Kapselsack als Umhüllung der körpereigenen Linse verbleibt am Ort.

Die weitgehende Nutzung von sterilen Einmalinstrumenten

Auch wenn die Vorgaben des Robert- Koch Instituts an der Augentagesklinik Oldenburg übererfüllt werden- dank maschineller Aufarbeitung und einem Verzicht auf wiederverwendbarer Schlauchsysteme und Hohlkörperinstrumente: Noch sicherer ist das sterile Einmalsystem. Die Infektionsrate an unserem OP liegt bei deutlich unter 1 Promille, d.h. weniger als 1 mal in 1000 OP`s kam es zu einer entzündlichen Nachreaktion im Auge, die mit Antibiotika im Auge behandelt werden musste.

Die Eingabe eines Antibiotikums in die Vorderkammer des Auges am Ende der OP

Die Eingabe eines Gyrase-hemmers (für das Auge besonders geeignetes Antibiotkum) wurde in einer schwedischen Studie schon im letzten Jahrzehnt propagiert und an der Augentagesklinik Oldenburg schon lange vor der Empfehlung der Europäischen Kommission für Kataraktchirurgie eingeführt.

Die standardisierten, im KTQ- Management festgelegten, Arbeitsabläufe

Dass die Arbeitsabläufe im sterilen Wiederaufbereitungszyklus exakt  eingehalten werden, muss nach dem Qualitätsmanagement KTQ dokumentiert und jeder einzelnen OP zugeordnet werden können, einschliesslich der Chargen der verwendeten Instrumente und Flüssigkeiten.

Generell ist die Erfahrung des Operateurs neben der Technik  und der Professionalität des Teams ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Über 13.000 Katarakt- Operationen bis 2016 wurden durch Dr. Höhn an der Augentagesklinik durchgeführt. Auch die Durchführung der Op bei  komplizierten Ausgangssituationen, traumatisch bedingter Katarakt mit Irisläsionen, notwendiger Nahtfixation der Kunstlinse oder gleichzeitiger notwendige Grüne Star Operation sind bei uns etabliert.

Was spühre ich während der OP?

Ein leichtes Druck- oder Wärmegefühl, gelegentlich ein metallisches Gefühl bedingt durch die sterile Infusionlösung. Gegen das Zukneifen der Lider wird vor Beginn eine Lidfeder eingesetzt, die am Ende der OP entfernt wird.

Eine Sedierung macht die Op entspannter, das OP- Licht stört weniger.

Kann ich danach sofort klar sehen?

Ein Augenverband, verbunden mit einer perforierten Kunststoffabeckung, schützt das Auge in der ersten Nacht vor unwillkürlichem Kontakt. Bei einem einzig sehenden Auge gibt es nur die Lochklappe ohne Verband. Nach Abnahme des Verbandes am Folgetag in Ihrer Augenarztpraxis haben Sie in aller Regel schon einen sehr guten Eindruck. Gelegentlich besteht ein mehr oder weniger starkes Ödem der Hornhaut- beispielsweise bei altersbedingter Schwäche der Innenschicht oder nach Operation einer sehr fortgeschrittenen Katarakt.

Die Rekonvaleszenz dauert einige Tage, sie erhalten zusätzliche abschwellende Augentropfen. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Augenarztes genau.

Welche Ursachen gibt es für einen verzögerten Anstieg der Sehleisung? Welche Risiken gibt es?

Bei komplikationsfreiem Verlauf ist dennoch eine Belastung durch die sterile Spühllösung, die auftretenden Druckgradienten am Augapfel und die Energiefreisetzung durch Ultraschall und Laserenergie vorhanden- wenn auch bei der Minimal Invasiven Kataraktchirugie deutlich geringer als früher.

Auch Injektionen zur Betäubung des Auges stellen ein potentielles Risiko dar.

Ein Ödem der Netzhautmitte, der Makula als Stelle des schärfsten Sehen, macht sich gelegentlich gleich oder einige Tage nach OP bemerkbar: Der Anstieg der Sehleistung ist unvollständig oder bleibt aus. Dann helfen ausschwemmende Tabletten oder wenn notwendig, die Injektion von Cortisonkristallen in den Augapfel. Das ist in den meisten Fällen erfolgreich.

Weiterhin: Sehr kurzsichtige Augen, Diabetis mellitus, eine Vorerkrankung des Auge durch den Grünen Star, Arteriosklerose der Gefäße mit dem Risiko eines Gefäßverschlusses sind Faktoren, die das Komplikationsrisko erhöhen. Das ist auf dem OP- Aufklärungsbogen ausführlich beschrieben und der Inhalt muß durch Ihre Unterschrift bestätigt werden.

Jedoch: Eine Alternative zur Operation des Grauen Stars gibt es nicht. Medikamente oder Laserstrahlen helfen nicht. Eben weil die Komplikationsrate verglichen mit der Anzahl der jährlich durchgeführten Operationen so gering ist, werden, verglichen mit 2005, derzeit etwa 3 mal so viele OP`s durchgeführt.

In unseren Händen genießen sie die Erfahrung aus zwei Jahrzehnten- als erste ausschließlich ambulant operative Einrichtung in Oldenburg.